In Temeswar, dem Klein-Wien Rumäniens, hat im Adam-Müller-Guttenbrunn-Haus die Literaturvereinigung Stafette ihren Sitz. Am 13. Mai fand dort eine Lesung statt - die Stafette-Mitglieder treffen sich monatlich zu einer Art Workshop, wo sie ihre neu entstandenen Texte präsentieren und besprechen. Diesmal wurden von der Leiterin des Literaturkreises Dr. Annemarie Podlipny-Hehn auch Gäste aus Deutschland und Ungarn willkommengeheißen, die, zu den Literaturtagen in Reschitza angereist, in Temeswar haltgemacht haben. Die XIX. Reschitzaer Literaturtage waren vom 15. - 17. Mai veranstaltet worden, bei denen dem Publikum jüngste deutschsprachige Publikationen aus Rumänien, Deutschland, Ungarn und Slowenien präsentiert wurden. Hauptorganisator ist jedes Jahr Erwin Josef Tigla, Vorsitzender des Demokratischen Forums der Banater Berglanddeutschen, an seiner Seite steht stets Dipl.-Ök. Waldemar Günter König, Mitglied des Exekutivrates des Demokratischen Forums der Banater Berglanddeutschen. Johann Schuth, 1. Vorsitzender des Verbandes Ungarndeutscher Autoren und Künstler, stellte die Ende des Jahres 2008 erschienene Anthologie „Seitensprünge" vor, Angela Korb las Lyrik und Prosa. Bei der abschließenden Exkursion am 17. Mai konnten die Teilnehmer die bezaubernde Landschaft des Banater Berglandes genießen, sie besichtigten die Wassermühlen in Rudaria und im ältesten Theater Rumäniens in Orawitz bildete eine Faust-Adaptation (frei nach Büchner und Goethe) den Abschluß der Tagung. Ein ausführlicher Bericht über die Deutschen Literaturtage in Reschitz und über den Stafette-Kreis wird in Signale 2009 erscheinen.
A. K.
Lesung bei der Stafette in Temeswar Foto: I. F.
Teilnehmer der Literaturtage vor dem ältesten Theater Rumäniens Foto: I. F.
|